Zahnarztpraxis Dr. Garrelfs

So erreichen Sie uns


Zahnarztpraxis Dr. Garrelfs
Dr. Hans-Wilhelm Garrelfs
Tel.: 02443 51 03
Fax.: 02443 91 10 68
E-Mail: praxishwg@t-online.de






Zahnarztpraxis Dr. Garrelfs

Dr. Hans-Wilhelm Garrelfs


Auf dem Acker 29
53894 Mechernich
Tel.: 02443 51 03
Fax.: 02443 91 10 68
E-Mail: praxishwg@t-online.de


Schreiben Sie uns!



Alle Felder mit einem * müssen ausgefüllt werden.

Nachname*:
Vorname*:
Straße:
PLZ / Ort:
Telefon:
E-Mail*:
Nachricht*:



Sprechzeiten

Montag
08:00 bis 12:00 Uhr
14:00 bis 18:00 Uhr

Dienstag
08:00 bis 12:00 Uhr
14:00 bis 18:00 Uhr

Mittwoch
08:00 bis 12:00 Uhr

Donnerstag
08:00 bis 12:00 Uhr
14:00 bis 18:00 Uhr

Freitag
08:00 bis 12:00 Uhr
15:00 bis 18:00 Uhr

und nach Vereinbarung

Gesundheitsnews



Auf die richtige Zahnpasta achten!
Prof. Stefan Zimmer: „Anwendung alter Hausmittel ist kein adäquater Ersatz für leistungsfähige und nach wissenschaftlichen Standards entwickelte Zahnpasten“

In jüngster Zeit werden zunehmend im Netz und in sozialen Medien Empfehlungen abgegeben, wie man sich selbst zu Hause Zahnpasta herstellen kann, um Plastikmüll zu vermeiden. „Das Ziel der Plastikreduktion halten wir von der Deutschen Gesellschaft für Präventivzahnmedizin (DGPZM) für ein wichtiges gesellschaftliches Anliegen und unterstützen es. Wir fordern daher die Hersteller von Zahnpasten auf, auf alternative Verpackungen z.B. aus nachwachsenden Rohstoffen oder zumindest recyclebaren Grundstoffen umzustellen“, sagt Prof. Dr. Stefan Zimmer von der Universität Witten/Herdecke, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Präventivzahnmedizin DGPZM.

„Als wissenschaftliche Fachgesellschaft für Präventivzahnmedizin haben wir aber vor allem die Sicherstellung und Verbesserung der Zahngesundheit der Bevölkerung im Blick und möchten daher nachdrücklich auf die gesundheitliche Bedeutung von Zahnpasten hinweisen, deren Zusammensetzung wissenschaftlich begründet und deren Wirksamkeit in vielen internationalen Studien belegt ist“, so Zimmer. Die zweimal tägliche Anwendung fluoridhaltiger Zahnpasten leistet einen entscheidenden Beitrag zur Kariesprophylaxe. Bei richtiger Auswahl der Zahnpasta kann sie 40 bis 50 Prozent der Karies verhindern, allein durch den Kontakt mit den Zähnen. Der Effekt durch die Entfernung der Zahnbeläge kommt noch hinzu. „Die Entwicklung derart leistungsfähiger Zahnpasten hat sich in einem jahrzehntelangen Prozess ständiger Optimierung vollzogen. Die Anwendung alter Hausmittel ist kein adäquater Ersatz dafür“, sagt Prof. Zimmer.

Fluorid: Fluorid ist der wichtigste kariespräventive Inhaltsstoff von Zahnpasten. Der Mechanismus des Kariesschutzes beruht auf dem direkten Kontakt des Fluorids mit den Zähnen, wobei es den Verlust von Mineralien aus der Zahnhartsubstanz verhindert. Diese „Entmineralisierung“ ereignet sich bei fast jeder Nahrungsaufnahme, weil Bakterien auf der Zahnoberfläche Zucker zu Säuren abbauen, die wiederum Mineralien aus der Zahnoberfläche herauslösen können. Fluorid fördert die Wiedereinlagerung bereits verloren gegangener Mineralien. Eine Zahnpasta sollte daher auf jeden Fall Fluorid enthalten. „Rezepturen zum Selbstanmischen, wie sie gegenwärtig in den Publikumsmedien angegeben werden, enthalten unserer Kenntnis nach kein Fluorid und können nicht wirksam vor Karies schützen“, betont Prof. Zimmer.

Schaumbildner: Schaumbildner verbessern die Reinigungswirkung einer Zahnpasta und sorgen für ein Frischegefühl, das dazu motiviert, die Zähne länger und damit besser zu putzen. Wissenschaftlich belegt ist, dass Schaumbildner in einer Zahnpasta die Gesundheit des Zahnfleisches fördern. Eine Konzentration von 2 Prozent sollte dabei allerdings nicht überschritten werden. Gängige Produkte des deutschen Marktes überschreiten diese Grenze nicht.

Abrasivstoffe: Abrasivstoffe sind wichtig für die Reinigung der Zähne, gleichzeitig dürfen sie diese aber nicht zu sehr abnutzen. Hier spielen die Art und Menge der Abrasivstoffe, aber auch die Teilchengröße eine entscheidende Rolle. Zu viel und nicht auf die Gesamtmischung angepasster Abrasivstoff in einer Zahnpasta kann zum vermehrten Abschleifen von Zahnsubstanz führen. Unter den Bedingungen des häuslichen Selbstanmischens kann es schnell passieren, dass falsche und zu viel Abrasivstoffe in die Zahnpasta gelangen. Schlämmkreide - Kalziumkarbonat - wird beispielsweise auch in herkömmlichen Zahnpasten als Abrasivstoff eingesetzt, dabei wird aber beim Herstellungsprozess auf eine einheitliche Korngröße und eine gleichbleibende Konzentration in der Zahnpasta geachtet, um Zahnschäden bei den Nutzern zu vermeiden. Prof. Zimmer: „Die Einhaltung solcher Qualitätsanforderungen dürfte beim Herstellen unter häuslichen Bedingungen kaum zu gewährleisten sein.“

Weitere Inhaltsstoffe zeitgemäßer Zahnpasten beugen bakteriellem Zahnbelag, Zahnfleischbluten, empfindlichen Zahnhälsen, Zahnstein und Mundgeruch vor. „Auf alle diese wichtigen Wirkungen sollten Sie nicht verzichten. Die kursierenden Rezepte zum Selbermachen von Zahnpasta sind alte Hausrezepte, deren Wirksamkeit nicht belegt ist und von denen nach dem anerkannten Stand des Wissens auch keine Wirksamkeit zu erwarten ist“, so Zimmer weiter.

Mikroplastik: Zahnpasten werden häufig auch im Zusammenhang mit Mikroplastik als Beispiel genannt. Tatsächlich gab es bis vor ca. zehn Jahren vereinzelte Produkte, die Kunststoffpartikel als Abrasivstoffe enthielten. Heute gibt es in Deutschland keine Zahnpasta, die Mikroplastik enthält.

Zu einer optimierten Mundhygiene gehört neben einer guten Zahnpasta auch die richtige Zahnbürste. Auch hier sind Naturprodukte wie Miswak (Ästchen des Zahnbürstenbaumes) oder Naturborsten laut Prof. Zimmer keine gute Alternative. Mit ihnen lassen sich die Zähne nicht adäquat reinigen und außerdem sind sie hygienisch bedenklich, da sie Schlupfwinkel für Bakterien, Viren und Pilze bieten. „Auch hier sind allerdings umweltschonende Alternativen in Sicht. Erste Produkte, die auf Biokunststoffen aus nachwachsenden Rohstoffen basieren, sind bereits erhältlich.“

Zahngesunde Schultüte zur Einschulung
Zahngesunde Schultüte zum Schulanfang - proDente Checkliste mit Ideen für kleine Geschenke - Kostenlose Kinderbücher zu gesunden Zähnen

Ob Prinzessin, Einhorn, Pirat oder Dinosaurier – Hauptsache bunt und gut gefüllt. Zum ersten Schultag gehört die Schultüte dazu! Auch wenn sie in einigen Regionen „Zuckertüte“ heißt, muss sie nicht nur mit Süßigkeiten gefüllt sein. Die proDente Ceckliste für einen zahngesunden Schulanfang enthält viele Ideen für kleine Geschenke, über die sich Erstklässler garantiert freuen!   

„Wählen Sie gezielt nur wenige Lieblingssüßigkeiten Ihres Kindes aus. Noch besser kaufen Sie eine zahnfreundliche Alternative“, erklärt Dirk Kropp, Geschäftsführer der Initiative proDente e.V. Die zuckerfreien Produkte tragen das Siegel „Zahnmännchen“, den weißen Zahn mit Schirm. Denn herkömmlicher Zucker ist Nährstoff für Bakterien, die Zahnkaries verursachen können. Familie und Freunde sollten daher bewusst entscheiden, welche Dinge sie zum Schulbeginn schenken möchten.
Kleine Geschenke für die Schultüte

Es gibt viele kleine Geschenke, über die sich ABC-Schützen zum Schulbeginn freuen: Sie können Lust auf die Grundschule vermitteln und sind eine zahnfreundliche Ergänzung in der Schultüte. So helfen schöne Aufkleber mit Namen den Inhalt des Schulranzens zu organisieren. Lichtreflektoren machen den Schulweg sicherer. Ball, Springseil oder Malkreide bereiten Freude und können nach der Schule direkt mit den neuen Freunden ausprobiert werden. Ein Anhänger für das erste Schlüsselbund, eine Uhr oder ein Portemonnaie unterstützen die zunehmende Selbständigkeit der Kinder.
Kostenfreie Kinderbücher zum Zähneputzen

Auch ideal für die zahngesunde Schultüte zum Schulanfang: Kinderbücher zum Zähneputzen. Interessierte können die modern illustrierten Bücher kostenfrei bei proDente bestellen. „Mit diesen beiden Büchern möchten wir Kinder zum regelmäßigen Zähneputzen motivieren“, so Kropp. „Die Bücher regen zum Vorlesen sowie selber lesen an und dazu, der eigenen Fantasie freien Lauf zu lassen.“

18.07.2019 DGA | Quelle: proDente e.V.

Kariesprävention ab dem ersten Zahn
Neue Früherkennungsuntersuchungen und Kariesprophylaxe für Kleinkinder ab 1. Juli 2019

Die Informationsstelle für Kariesprophylaxe begrüßt die neuen Leistungen der Krankenkassen zur frühkindlichen Kariesprävention. Ab 1. Juli haben Kinder zwischen dem sechsten und dem vollendeten 33. Lebensmonat Anspruch auf drei zahnärztliche Früherkennungsuntersuchungen. Zum Leistungsumfang gehört neben der Vorsorge und Beratung zur richtigen Mundhygiene auch die Zahnschmelzhärtung mit Fluoridlack.

Im Gegensatz zu anderen Altersgruppen ist die Karies bei den Kleinsten nicht zurückgegangen. Knapp 15 Prozent der Dreijährigen weisen bereits Karies auf, die als häufigste chronische Erkrankung im Vorschulalter gilt. Bisher waren zahnärztliche Untersuchungen erst ab dem dritten Lebensjahr vorgesehen. Zu spät, fand auch der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) und beschloss am 17. Januar 2019 die neuen Früherkennungsuntersuchungen und Prophylaxeleistungen für Kleinkinder ab dem sechsten Lebensmonat, also mit Durchbruch des ersten Milchzahnes. Die folgenden Leistungen sind ab 1. Juli zusätzlich Teil des Leistungskatalogs der Krankenkassen:

  • Drei Zusatzuntersuchungen ab dem ersten Zahn: Zwischen dem 6. und vollendeten 33. Lebensmonat können drei zusätzliche Vorsorgeuntersuchungen in Anspruch genommen werden. Sie werden zeitlich auf die im „Gelben Heft“ aufgeführten kinderärztlichen Untersuchungen abgestimmt. Bis zum sechsten Lebensjahr sind nach wie vor weitere drei zahnärztliche Untersuchungen vorgesehen.
  • Aufklärende Beratungsgespräche: Die Untersuchungen enthalten beratende Gespräche, bei denen Zahnärzte Eltern über Ursachen von oralen Erkrankungen und die richtige Mundhygiene bei Kindern aufklären.
  • Zahnschmelzhärtung mit Fluoridlack: Zweimal pro Kalenderhalbjahr erstatten Krankenkassen von nun an die Zahnschmelzhärtung mittels Fluoridlack.

Professor Dr. Stefan Zimmer, Sprecher der Informationsstelle für Kariesprophylaxe, begrüßt das Inkrafttreten der neuen Leistungen ab 1. Juli 2019: „Ich bin überzeugt, dass die zusätzlichen Früherkennungsuntersuchungen zur Prävention von Karies und zur Verbesserung der Mundgesundheit beitragen werden“, so Zimmer. „Was viele nämlich nicht wissen: Auch die Milchzähne sind enorm wichtig für die Entwicklung des Kindes.“

Milchzähne besonders kariesgefährdet

Milchzähne sind besonders anfällig für Karies, da ihr Zahnschmelz nur halb so dick ist wie der von bleibenden Zähnen. „Gleichzeitig ist der Mineralstoffgehalt des frischen Zahnschmelzes der Milchzähne deutlich geringer“, erläutert Zimmer. Mangelnde Mundhygiene, fehlende oder unzureichende Fluoridierung und falsche Ernährung, zum Beispiel das Nuckeln an zuckerhaltigen Getränken oder der häufige Konsum von Quetschies, können dann sehr schnell zu Karies führen. „Frühkindliche Karies kann die Sprachentwicklung, das Kieferwachstum sowie die Entwicklung eines gesunden bleibenden Gebisses behindern. Außerdem verursacht sie Schmerzen, eine reduzierte Kaufunktion, und wenn Schneidezähne betroffen sind, werden die Kinder in der Kita oft von ihren Altersgenossen gehänselt. Das alles können wir unseren Kleinsten ersparen.“

Vier Säulen der Kariesvorbeugung

Die Kariesprophylaxe basiert im Wesentlichen auf vier Säulen: Zahngesunde Ernährung, Gewissenhafte Zahnpflege, Zahnärztliche Vorsorge sowie stärkende Fluoride. Zu letzterem haben die zahnärztlichen Fachgesellschaften bereits Ende 2018 neue Empfehlungen für Kinder beschlossen. Je nach Altersstufe wird nun eine reiskorn- bzw. erbsengroße Menge Kinderzahnpasta mit 1.000 ppm anstelle von 500 ppm Fluorid empfohlen. Zusätzlich sollte in der häuslichen Verpflegung fluoridiertes Speisesalz zum Einsatz kommen. „Die neuen gesetzlichen Regelungen sowie die Empfehlungen der Fachgesellschaften lassen mich positiv in die Zukunft blicken, was die Zahngesundheit der Kleinsten in Deutschland betrifft“, resümiert Zimmer.